HTTPS Everywhere

13. Januar 2012

„HTTPS Everywhere“ ist ein nettes kleines Addon mit dem man Firefox zwingen kann, wann immer es möglich ist, verschlüsseltes HTTPS zur Kommunikation mit Webservern zu verwenden. Das Addon wird von der Electronic Frontier Foundation empfohlen und gemeinschaftlich von EFF und dem TOR-Projekt entwickelt. Dabei ist mir aufgefallen wie viele Seiten HTTPS garnicht unterstützen obwohl es ein leichtes ist diesen einen zusätzlichen Port frei zu schalten. Man kann das Addon selbst fein tunen und mit einem Regelwerk bestimmte Webseiten so dazu zwingen immer bzw unter bestimmten Bedingungen verschlüsselt zu verbinden. Viele der Standardseiten sind dem Addon bereits bekannt so dass man sich nicht unbedingt mit den Regeln herumschlagen muss. Wer trotzdem möchte …

So sehen meine Regeln aus:

<ruleset name="blogs und diverse">
<rule from="^http://wordpress\.com" to="https://wordpress.com"/>
<rule from="^http://www\.wordpress\.com" to="https://wordpress.com"/>
<rule from="^http://([^@:/]*)\.noblogs\.org"
to="https://$1.noblogs.org"/>
<rule from="^http://netzpolitik\.org" to="https://netzpolitik.org"/>
<rule from="^http://www\.netzpolitik\.org" to="https://netzpolitik.org"/>
<rule from="^http://wikileaks\.org" to="https://secure.wikileaks.org"/>
<rule from="^http://www\.wikileaks\.org" to="https://secure.wikileaks.org"/>
<rule from="^http://([^@:/]*)\.blogspot\.com" to="https://$1.blogspot.com"/>
<rule from="^http://ccc\.de" to="https://ccc.de"/>
<rule from="^http://www\.ccc\.de" to="https://ccc.de"/>
<rule from="^http://([^@:/]*)\.piratenpartei\.de" to="https://$1.piratenpartei.de"/>
<rule from="^http://kontroversen\.de" to="https://kontroversen.de"/>
<rule from="^http://www\.kontroversen\.de" to="https://kontroversen.de"/>
blogspot.com gehört GOOGLE und könnte sich ruhig mal ein Zertifikat leisten
(sogar die bettelarmen Piraten schaffen das)
</ruleset>

Vorsicht, diese Domains leiten den Browser still schweigend wieder auf Standard HTTP um!

Die folgenden Domains unterstützen leider garkein HTTPS (oder produzieren Fehlermeldungen)


Buchempfehlung (Robert Harris) „Angst“

11. Januar 2012

Das Gefühl das entsteht wenn man hinter die Kulissen der Finanzindustrie blickt wurde in einen Thriller verpackt. Thematisch sehr aktuell, spannend geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Ich habe für die ~380 Seiten in etwa 3 Ferientagen gebraucht. Sonst dauert das etwas länger. Der Text enthält hier und da knappe Bezüge zum aktuellen politischen Geschehen. Insgesamt steht jedoch die Automatisierung des Wertpapierhandels (Wikipedia) im Vordergrund. Das Buch basiert komplett auf Tatsachen und könnte ohne große Anpassungen so stattgefunden haben. (Bis auf den Aufzugunfall aber der ist ja ein Klassiker) Ich habe das Buch weiter empfohlen und es wurde mir während der letzten Seiten förmlich, vom bereits wartenden, nächsten Leser, aus den Händen gerissen. :D („Angst“ bei amazon)

Aus dem Umschlagtext:

Für die Öffentlichkeit ist er ein Unbekannter, aber in den geheimen inneren Zirkeln der Superreichen ist Alex Hoffmann eine lebende Legende – ein visionärer Wissenschaftler, der eine Software entwickelt hat, die an den Börsen der Welt Milliardengewinne erzielt. Nun hat es jemand auf ihn abgesehen, und es beginnt für ihn eine albtraumhafte Zeit aus Angst und Schrecken. Kann er die Geister, die er rief, wieder loswerden? Oder stürzt er unaufhaltbar in den Abgrund – und mit ihm die Finanzmärkte der Welt?

Zusammen mit seinem Partner, einem Investmentbanker, hat der geniale Alex Hoffmann eine revolutionäre Form des algorithmischen Aktienhandels entwickelt. Künstliche Intelligenz und das Sammeln von Angstparametern im globalen Internet werden zu einer hochgeheimen Software verknüpft, die mit geradezu unheimlicher Präzision die Bewegungen der Finanzmärkte voraussagen kann. Sein Hedgefonds mit Sitz in Genf macht Milliarden.

Eines Nachts überwindet ein unheimlicher Einbrecher die ausgeklügelten Sicherheitsanlagen seines Domizils am Genfer See und reißt ihn und seine Frau aus dem Schlaf. Damit beginnt ein Albtraum voller Paranoia und Gewalt, in dessen Verlauf Hoffmann mit wachsender Verzweiflung versucht, demjenigen auf die Spur zu kommen, der sein Leben zerstören will. Seine Nachforschungen konfrontieren ihn mit den elementarsten Fragen nach dem Wesen des Menschen. Am Ende jenes Tages werden die Finanzmärkte in Aufruhr und Hoffmanns Welt – unsere Welt – für immer eine andere sein.

http://www.youtube.com/watch?v=VlWhAih5Q8E

Links zum Thema


Fundstücke / Dumme Sprüche

9. Januar 2012

So das hat jetzt lange genug in der Artikelablage herum gelungert. Ich find die Fundstücke nach wie vor lustig und setz das jetzt hier einfach mal öffentlich :)

Diverse Quellen

Does McDonalds make better hamburgers than your grandmother because they make more ?

Twitter

Ohne #Print gäbe es keinen #Qualitätsjournalismus. Und ohne Senf gäbe es keine Limonadengläser.

Hohe Hecke ums Haus & Googelsichere Weste

Testsätze für Fernschreiber und Tastaturen

kaufen sie jede woche vier gute bequeme pelze xy
KAUFEN SIE JEDE WOCHE VIER GUTE BEQUEME PELZE XY

the quick brown fox jumps over the lazy dog

franz jagt im komplett verwahrlosten taxi quer durch bayern

MS-Word-Anwender können diesen Blindtext mit der Formel =rand() + Entertaste erzeugen“.

quark, joghurt und zwiebeln schmecken prima

zwölf boxkämpfer jagen viktor quer über den sylter deich

Zitate MASH

  • Potter/Klinger: „His IQ is lower than his shoe size but they have put him in a position where he cant do any harm. Made him an army general.“ – „Right, those who cant, manage those who can.“
  • Hawkeye/BJ: „And anyway you are my best friend! I never got along as well with anybody you moron!“ – „Well that goes double for me stupid!“

Das Rucksackproblem in C (Knapsack problem)

5. September 2010

In den letzten Tagen habe ich mich mal wieder mit den „üblichen Verdächtigen“ in der Informatik beschäftigt. Da gibt es so eine Sammlung von immer wieder beleuchteten Problemstellungen wie die „Türme von Hanoi“ und eben auch das „Rucksackproblem“ (en. knapsack problem). Dabei geht es darum daß man einen Rucksack packen muss in den weniger hinein passt als man eigentlich gern mitnehmen würde. Also muss man sich für eine Kombination von Dingen entscheiden die den Platz im Rucksack „optimal“ ausnutzt. Und genau das tut der Algorithmus dann. Er sucht aus einer vorgegebenen Auswahl die Objekte aus die gerade so in den Rucksack passen und maximalen „Nutzen“ beinhalten. Dieses Optimierungsproblem lässt sich natürlich auf alle Probleme ausdehnen die eine knappe Resource auf Nutzer mit einem Kosten/Nutzen Faktor verteilen muss.

Den Rest des Beitrags lesen »


Podcast Alternativlos #3

28. August 2010

Kurzmeldung: Folge 3 des Podcasts „Alternativlos“ (von Frank und Fefe) ist online!

Darin kommt unter anderem zur Sprache: Netzneutralität, die Contentmafia, die Festung Europa, Bilderberg und andere Eliten, Kinderpornographie, die Pharmamafia, Streetview, Stargardobyl, wie man mit U-Booten kommuniziert, S-300-Raketen in Abchasien und die Verbindung zu Israel und dem Iran, und den Irak-Abzug der US-Armee.

Der Podcast zum herunter laden als OGG oder als MP3.

Nachtrag: Ist wieder sehr unterhaltsam und lustig geworden. Die beiden haben die Sendung diesmal in der Universität der Künste Berlin aufgenommen (wenn ich das richtig verstanden habe). Die Akkustik ist etwas gewöhnungbedürftig aber man versteht auch mit dem Hall alles noch ganz gut.


Sam Adams Award 2010 geht an Wikileaks Gründer

27. August 2010

Julian Assange

Dieses Jahr wird Julian Assange, Gründer der Enthüllungs-Plattform wikileaks, mit dem Sam Adams Preis ausgezeichnet werden(Quelle). Der Preis für „Integrität in Nachrichtendienst und Aufklärung“ (frei übersetzt) wird seit 2002 jährlich verliehen. Er ist nach Samuel A. Adams (*1934 bis †1988) benannt und wird in Form eines Armleuchters überreicht. Adams war Analyst der CIA. Er hatte während des Vietnamkriegs die verharmlosende Darstellung der Vietcong und Nordvietnam Streitkräfte durch die amerikanischen Nachrichtendienste aufgedeckt. Das Komitee des „Sam Adams Associates for Integrity in Intelligence“ hat sich aus ehemaligen CIA Kollegen von Adams gebildet als nach dem 11ten September und während der Vorbereitungen auf den Irakkrieg die Korruption in den Nachrichtendiensten immer offensichtlicher wurde.

Viele der Preisträger standen im Dienst amerikanischer Behörden oder des Militärs. Aber auch britische und dänische Whistleblower nahmen bereits den Preis entgegen. Die meisten von ihnen mussten das öffentliche Interesse an der Wahrheit gegenüber ihrem sicheren Arbeitsplatz abwiegen und haben sich bewusst für den Schritt in die Öffentlichkeit entschieden der immer mit hohen Risiken verbunden ist.

Vergangenheit und Beweggründe die die Mitglieder des Sam Adams Komitees in ihre Entscheidungen einbringen, müssten bei jedem Journalisten zu Hochachtung führen. Und doch findet die Verleihung dieses Preises weder online noch auf Papier bislang Erwähnung. Bei der kleinen Recherche per news.google.com kommt es gar zu einer gänzlich leeren Seite. Aber auch die Namen der Preisträger führen in keiner Suchmaschine zum gewünschten Ergebnis. Ich hoffe es kommt noch zu einem Medienecho wenn der Preis im Laufe des Jahres dann an Assange verliehen wird.

Bisherige Empfänger des Sam Adams Awards: (übernommen von antiwar.com)

Coleen Rowley of the FBI; in Washington, D.C.
Katharine Gun
of British intelligence; in Copenhagen, Denmark
Sibel Edmonds
of the FBI; in Washington, D.C.
Craig Murray
, former UK ambassador to Uzbekistan; in New York City
Sam Provance
, former sergeant, U.S. Army, truth-teller about Abu Ghraib; in Washington, D.C.
Frank Grevil
, major, Danish army intelligence, imprisoned for giving the Danish press documents showing that Denmark’s prime minister disregarded warnings that there was no authentic evidence of WMDs in Iraq; in Copenhagen, Denmark
Larry Wilkerson
, colonel, U.S. Army (retired), former chief of staff to Secretary Colin Powell at the State Department, who has exposed what he called the “Cheney-Rumsfeld cabal”; in Washington, D.C.

In April, the SAAII nominating committee decided unanimously to give this year’s award to Julian Assange of WikiLeaks. Stay tuned for information on time and place for the presentation. Or check with Geoff Morrell, who is likely to know as soon as we decide.

Quellen und weitere Lektüre:

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FSA im Chaosradio

25. August 2010

gerade auf identi.ca gelesen

Offenbar recht kurzfristig entschlossen sich die Moderatoren des Chaosradio Teams sich in der aktuellen Sendung heute abend um 22:00 Uhr (sicher aus aktuellem Anlass) mit der kommenden Großdemo „Freiheit statt Angst“ zu befassen. Die FSA ist eine Demo die sich mit Datenschutz und Bürgerrechten beschäftigt und wird am 11.9.2010 in Berlin stattfinden.


Inhope wehrt sich – BKA schlampert

17. August 2010

Wie hier schon Kommentiert „Internet-Stoppschilder gegen Inkompetenz“ wurde von Seiten der FAZ und des Spiegel gegenüber Inhope Mängel und Trödelei beim Bearbeiten von Takedown Notices vorgeworfen. Dagegen hat sich Inhope zur wehr gesetzt und im Gegenzug unter anderem dem BKA vorgeworfen seine Statistik ungenau zu führen. Worüber sich nämlich eigentlich mockiert wird ist nicht daß die Seiten nicht gelöscht würden sondern daß die Löschung mit mehreren Wochen zu lange dauert. Wenn aber das BKA nicht per email zum Provider Kontakt aufnimmt sondern Briefpost an die zuständige Polizeistelle verschickt und für die Statistik nur alle 7 Tage den Löschungserfolg prüft wundert es nicht wenn es „mal etwas länger“ dauert als es müsste. In Einzelfällen auch Monate.

Die CDU ignoriert das Verhalten des BKA und die Äußerungen von Inhope einfach und sieht in der BKA-Statistik den Grund wieder Internetsperren zu fordern.

Jetzt hoffe ich die FAZ biegt das wieder grade. Beim Spiegel hab ich die Hoffnung bereits verloren. Ist schon enttäuschend genug daß es so ein Polit-Zuarbeits-Artikel überhaupt an die Öffentlichkeit geschafft hat.


Internet-Stoppschilder gegen Inkompetenz

15. August 2010

Schnell gelöscht? Von wegen!“  (Stefan Tomik, faz.net)

Diskutiert wird ob ein Dachverband für Internethotlines (Inhope) effizient dafür sorgt daß Kinderpornographie gelöscht wird. Das tut er offenbar nicht. Daraus folgert Herr Tomik (FAZ) daß sich das Problem nur mit Internetsperren lösen lässt.

Zum Schluss dann die Erkenntnis daß die Sperren eigentlich nichts bringen aber trotzdem total toll sind.

„Die Sperren könnten die Verbreitung von Missbrauchsbildern zwar nicht verhindern, denn sie lassen sich mit ein wenig Aufwand umgehen. Sie könnten sie aber wenigstens erschweren. Und das schnell. Denn das BKA müsste die Websites bloß auf eine schwarze Liste setzen. Nach spätestens 24 Stunden würden die Sperren wirken.“

Begründet wird das wieder mit einem Hinweis auf die Ineffizienz von Inhope.

„Trotzdem zeigt eine interne Statistik, dass im Juni noch 65 Prozent der Seiten nach einer Woche online waren, im Juli 63 Prozent. Deshalb hält das BKA Internetsperren weiterhin für nötig.“

Der Verein „MissbrauchsOpfer gegen InternetSperren“ und seine Argumente finden im Artikel natürlich keine Erwähnung denn sie würden Herrn Tomik ja mit der Realität in den Rücken fallen. Wenn man sich drum kümmert funktioniert das nämlich offenbar ganz gut. Und die verbleibenden Problemfälle liegen demnach nicht selten in den USA und dort ist KiPo so legal wie in Indien.

„Gegner der Internetsperren behaupten seit Jahren, „Inhope“ lösche Kinderpornos in Stunden.“

Also muss man die Inkompetenz eines Dachverbands mit einem Zensurapparatus ausgleichen. Was sollen wir da auch andres tun.

Zitat Richard Stallman: „Was soll ich denn tun? Es ist nunmal mein Job Gift in den Fluß zu kippen. Ich habe doch Kinder zu ernähren!“
(in einem Vortrag zu Patenten auf Programme)

Erfolge im Kampf gegen Kinderpornos vorgegaukelt“ (spiegel.de)

Der Spiegel prognostiziert dann auch gleich die kommenden Sperren noch für dieses Jahr.

„Auch die Europäische Kommission drängt Deutschland zu mehr Einsatz im Kampf gegen Kinderpornografie, unter anderem durch die umstrittenen Sperren – die in anderen europäischen Ländern bereits im Einsatz sind.“

Na sicher wir lassen uns einfach ein Tuch vor Augen binden weil in Staaten wie den USA (ja bei uns ist sie ähnlich träge) die Strafverfolgung nicht in die Gänge kommt.

Ebenfalls ein lesenswerter Artikel zum Thema: (internet-law.de) „Netzsperren: Funktioniert Inhope nicht?“

UPDATE 2010-08-27: Der AK-Zensur schlägt in die gleiche Kerbe „Kapitulationserklärung gegenüber Kinderschändern


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Liquid Pirates – geselliges Schwimmen im Feedback

14. August 2010

Liquid Feedback ist da.

Nachdem es erst ein bischen hickhack um den Start gab sind nun bereits die Hälfte der ~12.000 Einladungen verschickt worden. Die Piraten werden in Zukunft per „Liquid Feedback“ über ihre Abstimmungsvorlagen und Initiativen aussagekräftige Meinungsbilder aus der Parteibasis sammeln können. Wem eine Initiative nicht passt kann auch direkt seine Alternative zur Abstimmung vorschlagen.

Voller Begeisterung habe ich vorhin meine Einladung in der Mailbox vorgefunden und bereits meine Stimme zum Wahlmindestalter, zur Wehrpflicht, zur offiziellen Unterstützung der AI-Kampagne „amnestypolizei“ durch die Piraten und zu einigen anderen Themen abgegeben. Die Bedienung ist hier und da noch etwas ungelenk und auch keine sonderliche Schönheit. Aber es ist bereits klar abzusehen daß, wenn sich diese Plattform bewährt, sie als Vorbild für eine Revolution der Basisdemokratie stehen wird. Dickes Lob an alle Entwickler und Koordinatoren des Projekts.

Nachtrag: Das Schwimmen im Titel kann man auch wörtlich mit Bezug auf den Lesestoff nehmen den man teilweise unter den Initiativen vorfindet. Einige Themen sind mit einem kurzen Blick auf den Vorschlagstext klar zu entscheiden. Doch manchmal muss man, um sich ein klares Bild zu verschaffen, eine Stunde lang die Diskussionslektüre nachholen. Dafür ist das Gefühl der Zufriedenheit um so größer wenn man dann guten Gewissens eine Entscheidung fällen kann. :)


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Flattr offen für alle

12. August 2010

Die Betaphase ist vorbei. Seit heute Vormittag kann sich jeder auf dem flattr-Portal anmelden wer will. Damit sind meine invite-codes hinfällig geworden :D

Deutschsprachige Inhalte sind auf flattr bislang sehr dominant. Darüber berichtet unter anderem auch die taz. Neben einigen Onlineportalen von größeren Zeitungen ist zB. auch wikileaks ein prominenter Nutzer von flattr geworden.


Flattr Beta

10. August 2010

Kurzer Hinweis auf ein schönes Interview mit einem der Gründer von flattr (Peter Sunde) bei netzpolitik.org. Im Interview sagt Peter Sunde das Ende der flattr-Beta auf einige Monate in der Zukunft vorraus.

In diesem Kontext auch ein Hinweis darauf daß ich noch 2 Invite-Codes für flattr übrig habe. Den ersten Poste ich gleich mal. Den zweiten gibts auf Nachfrage. ;)

4c2a0d88772362ed6 (https://flattr.com/register)

Na und der hier ist ja eigentlich ein Scherz aber ich setz ihn mal rein…

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Lynchmob gefällig?

9. August 2010

Laut CDU entsteht ein „besserer Schutz der Öffentlichkeit“ wenn es für jeden einsehbare Ex-Knacki-Listen mit Name, Bild und Anschrift im Netz gibt. Auch der Voristzende der „Deutsche Polizeigewerkschaft“ verlangt: „Ich will wissen, wenn ein Vergewaltiger in der Nachbarschaft meiner Enkelin wohnt“. Wenn ers weiß kann er sicher besser schlafen nachdem er mal ein ernstes Wörtchen mit dem „ehemaligen Schwerverbrecher“ hatte.

Was soll denn diese gefühlsduselige und pupolistische Angstschührerei. Entweder ich entscheide mich für eine Reintegration eines Häftlings oder nicht. Und wenn nicht muss ich wohl etwas Geld in die Hand nehmen um ihn wieder einzusperren. So ist das nun mal wenn man einen Rechtsstaat betreibt. Und alles nur weil wir jetzt wegen eines Urteils des „Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte“ 80 Personen aus der Haft entlassen müssen.

Übrigens ist die „Deutsche Polizeigewerkschaft“ etwas ganz anderes als die „Gewerkschaft der Polizei“ und sie stehen sich in diesem Thema offenbar völlig konträr gegenüber! (siehe derStandard.at „Deutsche Polizei warnt vor Lynchjustiz bei Internet-Pranger) Die Deutsche Polizeigewerkschaft“ vertritt die aussterbenden 80.000 und die Gewerkschaft der Polizei“ die restlichen 170.000. Aber natürlich bezieht man sich bei uns nur auf die Quellen die einem auch die Hände waschen. „Judäische Volksfront“ und „Volksfront von Judäa“? Ketzer? Spalter?

In England gibt es solche Listen schon und (wie sollte es anders sein bei einer Hohlschuld) es kuckt sie kaum jemand an. Ist aber ein nettes dauerhaftes Leck in der Privatsphäre der Betroffenen. Warum führen wir dann nicht gleich Häftlings-Brandmarkungen wieder ein und kleben gelbe Warnhinweise an deren Wohnungen? Dann fällt schon mal das lästige Nachschlagen in der Datenbank weg. Wem das nicht reicht der kann ja auch gelbe Sterne fordern.


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Ebenfalls berichten…


AllColorsAreBeautiful – Blinkenlights in Farbe

8. August 2010

All Colours Are Beautiful

ACAB  CCC? – das ist Blinkenlights in bunt und in München.

ACAb

ACAb

Ab dem Dienstag den 10.8.2010 wird in München eine Installation im „Puerto Giesing“ für die Beleuchtung der Fensterfront sorgen. Der Chaos Computer Club München hat in Anlehnung an das Project-Blinkenlights die Hausfassade des ehemaligen Hertie benutzt um ein Display zu bauen. Was auf dem Display angezeigt wird kann man (also jeder) über eine Webseite steuern. Dort wird dann ab übermorgen eine Applikation zur Verfügung stehen mit der man Animationen erstellen kann die dann auf der Hauswand sichtbar werden.

Das ganze besteht aus vielen einzelnen „Lampen“ die hinter die Fenster montiert und mit einer zentralen Steuerung verkabelt werden. Diese Lampen beleuchten dann jeweils semitransparente Fensterabdeckungen von hinten so daß das Fenster von außen gesehen vollständig in dem Licht der Lampe leuchtet. Im Wiki steht mehr zu den Details der Installation. Das alte Kaufhaus (Hertie) soll abgerissen werden und wird jetzt bis zum Abriss als Plattform für Künstler genutzt.

Der Definition nach ist „hacken“ (von vielen Journalisten immer noch als „cracken“ falsch verstanden) der „kreative Umgang mit Technik jeglicher Art“. Und ich finde diese Art der Fassadenbeleuchtung eine der anschaulichsten und publikumswirksamsten Varianten um verständlich zu machen was „uns“ so umtreibt.
Quasi eine Art Promotion für „And dont forget, we are the good guys“ :).


Alternativlos

6. August 2010

Unterhaltsam, informativ, verschwörerisch und regt zum Denken und Nachforschen an.

So könnte man den Podcast „alternativlos“ von Frank und Fefe beschreiben den es jetzt seit ca. einem Monat gibt. Ich hab mir heute Abend mal die ersten beiden Folgen angehört. Drohnen, Falseflag-Aktionen, U-Boote, Geheimdienste, Verschwörungstheorien und alles andre was international, technisch und politisch Spaß macht. Ein neues Buch (Confessions of an Economic Hit Man) habe ich danke der Sendung jetzt auch auf meiner Leseliste.

Ist also eine sehr anregende Sache. Ich freu mich schon auf den nächsten Podcast. :)


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