HTTPS Everywhere

13. Januar 2012

„HTTPS Everywhere“ ist ein nettes kleines Addon mit dem man Firefox zwingen kann, wann immer es möglich ist, verschlüsseltes HTTPS zur Kommunikation mit Webservern zu verwenden. Das Addon wird von der Electronic Frontier Foundation empfohlen und gemeinschaftlich von EFF und dem TOR-Projekt entwickelt. Dabei ist mir aufgefallen wie viele Seiten HTTPS garnicht unterstützen obwohl es ein leichtes ist diesen einen zusätzlichen Port frei zu schalten. Man kann das Addon selbst fein tunen und mit einem Regelwerk bestimmte Webseiten so dazu zwingen immer bzw unter bestimmten Bedingungen verschlüsselt zu verbinden. Viele der Standardseiten sind dem Addon bereits bekannt so dass man sich nicht unbedingt mit den Regeln herumschlagen muss. Wer trotzdem möchte …

So sehen meine Regeln aus:

<ruleset name="blogs und diverse">
<rule from="^http://wordpress\.com" to="https://wordpress.com"/>
<rule from="^http://www\.wordpress\.com" to="https://wordpress.com"/>
<rule from="^http://([^@:/]*)\.noblogs\.org"
to="https://$1.noblogs.org"/>
<rule from="^http://netzpolitik\.org" to="https://netzpolitik.org"/>
<rule from="^http://www\.netzpolitik\.org" to="https://netzpolitik.org"/>
<rule from="^http://wikileaks\.org" to="https://secure.wikileaks.org"/>
<rule from="^http://www\.wikileaks\.org" to="https://secure.wikileaks.org"/>
<rule from="^http://([^@:/]*)\.blogspot\.com" to="https://$1.blogspot.com"/>
<rule from="^http://ccc\.de" to="https://ccc.de"/>
<rule from="^http://www\.ccc\.de" to="https://ccc.de"/>
<rule from="^http://([^@:/]*)\.piratenpartei\.de" to="https://$1.piratenpartei.de"/>
<rule from="^http://kontroversen\.de" to="https://kontroversen.de"/>
<rule from="^http://www\.kontroversen\.de" to="https://kontroversen.de"/>
blogspot.com gehört GOOGLE und könnte sich ruhig mal ein Zertifikat leisten
(sogar die bettelarmen Piraten schaffen das)
</ruleset>

Vorsicht, diese Domains leiten den Browser still schweigend wieder auf Standard HTTP um!

Die folgenden Domains unterstützen leider garkein HTTPS (oder produzieren Fehlermeldungen)


FSA im Chaosradio

25. August 2010

gerade auf identi.ca gelesen

Offenbar recht kurzfristig entschlossen sich die Moderatoren des Chaosradio Teams sich in der aktuellen Sendung heute abend um 22:00 Uhr (sicher aus aktuellem Anlass) mit der kommenden Großdemo „Freiheit statt Angst“ zu befassen. Die FSA ist eine Demo die sich mit Datenschutz und Bürgerrechten beschäftigt und wird am 11.9.2010 in Berlin stattfinden.


Inhope wehrt sich – BKA schlampert

17. August 2010

Wie hier schon Kommentiert „Internet-Stoppschilder gegen Inkompetenz“ wurde von Seiten der FAZ und des Spiegel gegenüber Inhope Mängel und Trödelei beim Bearbeiten von Takedown Notices vorgeworfen. Dagegen hat sich Inhope zur wehr gesetzt und im Gegenzug unter anderem dem BKA vorgeworfen seine Statistik ungenau zu führen. Worüber sich nämlich eigentlich mockiert wird ist nicht daß die Seiten nicht gelöscht würden sondern daß die Löschung mit mehreren Wochen zu lange dauert. Wenn aber das BKA nicht per email zum Provider Kontakt aufnimmt sondern Briefpost an die zuständige Polizeistelle verschickt und für die Statistik nur alle 7 Tage den Löschungserfolg prüft wundert es nicht wenn es „mal etwas länger“ dauert als es müsste. In Einzelfällen auch Monate.

Die CDU ignoriert das Verhalten des BKA und die Äußerungen von Inhope einfach und sieht in der BKA-Statistik den Grund wieder Internetsperren zu fordern.

Jetzt hoffe ich die FAZ biegt das wieder grade. Beim Spiegel hab ich die Hoffnung bereits verloren. Ist schon enttäuschend genug daß es so ein Polit-Zuarbeits-Artikel überhaupt an die Öffentlichkeit geschafft hat.


Internet-Stoppschilder gegen Inkompetenz

15. August 2010

Schnell gelöscht? Von wegen!“  (Stefan Tomik, faz.net)

Diskutiert wird ob ein Dachverband für Internethotlines (Inhope) effizient dafür sorgt daß Kinderpornographie gelöscht wird. Das tut er offenbar nicht. Daraus folgert Herr Tomik (FAZ) daß sich das Problem nur mit Internetsperren lösen lässt.

Zum Schluss dann die Erkenntnis daß die Sperren eigentlich nichts bringen aber trotzdem total toll sind.

„Die Sperren könnten die Verbreitung von Missbrauchsbildern zwar nicht verhindern, denn sie lassen sich mit ein wenig Aufwand umgehen. Sie könnten sie aber wenigstens erschweren. Und das schnell. Denn das BKA müsste die Websites bloß auf eine schwarze Liste setzen. Nach spätestens 24 Stunden würden die Sperren wirken.“

Begründet wird das wieder mit einem Hinweis auf die Ineffizienz von Inhope.

„Trotzdem zeigt eine interne Statistik, dass im Juni noch 65 Prozent der Seiten nach einer Woche online waren, im Juli 63 Prozent. Deshalb hält das BKA Internetsperren weiterhin für nötig.“

Der Verein „MissbrauchsOpfer gegen InternetSperren“ und seine Argumente finden im Artikel natürlich keine Erwähnung denn sie würden Herrn Tomik ja mit der Realität in den Rücken fallen. Wenn man sich drum kümmert funktioniert das nämlich offenbar ganz gut. Und die verbleibenden Problemfälle liegen demnach nicht selten in den USA und dort ist KiPo so legal wie in Indien.

„Gegner der Internetsperren behaupten seit Jahren, „Inhope“ lösche Kinderpornos in Stunden.“

Also muss man die Inkompetenz eines Dachverbands mit einem Zensurapparatus ausgleichen. Was sollen wir da auch andres tun.

Zitat Richard Stallman: „Was soll ich denn tun? Es ist nunmal mein Job Gift in den Fluß zu kippen. Ich habe doch Kinder zu ernähren!“
(in einem Vortrag zu Patenten auf Programme)

Erfolge im Kampf gegen Kinderpornos vorgegaukelt“ (spiegel.de)

Der Spiegel prognostiziert dann auch gleich die kommenden Sperren noch für dieses Jahr.

„Auch die Europäische Kommission drängt Deutschland zu mehr Einsatz im Kampf gegen Kinderpornografie, unter anderem durch die umstrittenen Sperren – die in anderen europäischen Ländern bereits im Einsatz sind.“

Na sicher wir lassen uns einfach ein Tuch vor Augen binden weil in Staaten wie den USA (ja bei uns ist sie ähnlich träge) die Strafverfolgung nicht in die Gänge kommt.

Ebenfalls ein lesenswerter Artikel zum Thema: (internet-law.de) „Netzsperren: Funktioniert Inhope nicht?“

UPDATE 2010-08-27: Der AK-Zensur schlägt in die gleiche Kerbe „Kapitulationserklärung gegenüber Kinderschändern


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Liquid Pirates – geselliges Schwimmen im Feedback

14. August 2010

Liquid Feedback ist da.

Nachdem es erst ein bischen hickhack um den Start gab sind nun bereits die Hälfte der ~12.000 Einladungen verschickt worden. Die Piraten werden in Zukunft per „Liquid Feedback“ über ihre Abstimmungsvorlagen und Initiativen aussagekräftige Meinungsbilder aus der Parteibasis sammeln können. Wem eine Initiative nicht passt kann auch direkt seine Alternative zur Abstimmung vorschlagen.

Voller Begeisterung habe ich vorhin meine Einladung in der Mailbox vorgefunden und bereits meine Stimme zum Wahlmindestalter, zur Wehrpflicht, zur offiziellen Unterstützung der AI-Kampagne „amnestypolizei“ durch die Piraten und zu einigen anderen Themen abgegeben. Die Bedienung ist hier und da noch etwas ungelenk und auch keine sonderliche Schönheit. Aber es ist bereits klar abzusehen daß, wenn sich diese Plattform bewährt, sie als Vorbild für eine Revolution der Basisdemokratie stehen wird. Dickes Lob an alle Entwickler und Koordinatoren des Projekts.

Nachtrag: Das Schwimmen im Titel kann man auch wörtlich mit Bezug auf den Lesestoff nehmen den man teilweise unter den Initiativen vorfindet. Einige Themen sind mit einem kurzen Blick auf den Vorschlagstext klar zu entscheiden. Doch manchmal muss man, um sich ein klares Bild zu verschaffen, eine Stunde lang die Diskussionslektüre nachholen. Dafür ist das Gefühl der Zufriedenheit um so größer wenn man dann guten Gewissens eine Entscheidung fällen kann. :)


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Flattr offen für alle

12. August 2010

Die Betaphase ist vorbei. Seit heute Vormittag kann sich jeder auf dem flattr-Portal anmelden wer will. Damit sind meine invite-codes hinfällig geworden :D

Deutschsprachige Inhalte sind auf flattr bislang sehr dominant. Darüber berichtet unter anderem auch die taz. Neben einigen Onlineportalen von größeren Zeitungen ist zB. auch wikileaks ein prominenter Nutzer von flattr geworden.


Alternativlos

6. August 2010

Unterhaltsam, informativ, verschwörerisch und regt zum Denken und Nachforschen an.

So könnte man den Podcast „alternativlos“ von Frank und Fefe beschreiben den es jetzt seit ca. einem Monat gibt. Ich hab mir heute Abend mal die ersten beiden Folgen angehört. Drohnen, Falseflag-Aktionen, U-Boote, Geheimdienste, Verschwörungstheorien und alles andre was international, technisch und politisch Spaß macht. Ein neues Buch (Confessions of an Economic Hit Man) habe ich danke der Sendung jetzt auch auf meiner Leseliste.

Ist also eine sehr anregende Sache. Ich freu mich schon auf den nächsten Podcast. :)