Süße Kinderarbeit aufs Brot

8. Juli 2010

Nach einer Veröffentlichung im greenpeace magazin 3.09 aus dem Jahre 2009 arbeiten in der Elfenbeinküste bis zu 200.000 Kinder ~14 Stunden täglich in Kakaopflanzungen. Etwa 75cent bringt das Kilo Kakaobohnen. Das reicht oft nichtmal für den Pflanzenschutz und Dünger der dann ohne Schutzvorkehrungen ausgebracht wird und gesundheitliche Schäden verursacht.

Bereits im September 2007 hat das ARD Magazin Monitor darüber Berichtet. Auch die Welthungerhilfe macht weiterhin darauf aufmerksam. Es hat sich also offenbar im vergangenen Jahr nicht viel geändert und viele Boykottieren immernoch die Produkte die Kakao enthalten der unter diesen unwürdigen Bedinungen produziert wurde.

Beispiele betroffener Produkte:

  • After Eight, Choco Crossies & Choclait Chips, KIT KAT, LION, NUTS, ROLO, SMARTIES (Hersteller: Nestle).
  • Milka und Suchard  (Hersteller: Kraft Foods / Phillip Morris)
  • Super Dickmann’s (Hersteller: Storck GmbH).
  • Mars, Milky Way, Snickers, Twix, Amicelli, Balisto, Banjo, Bounty, M&M’s, Maltesers, Teasers, Dove (Hersteller Mars Inc.)
  • Kinderschokolade, Nutella, Yogurette, Duplo, hanuta, Mon Cheri, Rocher, Raffaello u.a.  (Hersteller: ferrero)

Quelle bei greenpeace mit vollständiger Aufschlüsselung zu weiteren Kriterien

Um die Produkte von Nestle mache ich aus diversen Gründen bereits seit einigen Jahren einen großen Bogen. Aber ich werde von nun an verstärkt auch andere Hersteller vom Einkaufszettel ausgrenzen und durch Alternativen zB. mit Fairtrade-Siegel ersetzen. Die Produkt-Datenbank von greenpeace gibt Auskunft über weitere Alternativen.

Update: Eine schöne Erfolgsstory in Sachen Aufklärungsaktivismus habe ich hier gefunden:Schokoguerrilla wieder unterwegs – und “Kraft Foods” ist sauer. Und das ganze hat sogar hier bei uns im Saarland stattgefunden. :)


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